Der HT1000 hat ein helles, kompakt wirkendes Kunststoffgehäuse mit nach vorne herausgezogener Projektionsoptik und einem soliden Transportgriff. Alle Anschlussbuchsen sowie der PCCard- Slot befinden sich auf der Rückseite des Gerätes. Die Brennweite des manuell zu bedienenden Zooms ist mit 22,4 bis 27 mm so kurz, dass bereits aus einem Abstand von ca. 1,8 m ein Bild von einem Quadratmeter projiziert werden kann. Auch der Off-Axis- Winkel ist enorm, was dafür sorgt, dass der untere Bildrand immer deutlich oberhalb der optischen Achse liegt, das Bild also ohne Verzerrungen kräftig nach oben verschoben ist, ohne dass der Projektor schräg gestellt werden müsste. Das Gerät ist somit optimal für den Einsatz in kleinen Räumen geeignet. Gegen einen solchen Einsatz spricht höchstens das hohe Betriebsgeräusch, das erst im ECO-Modus auf ein angenehmes Maß reduziert wird. Laut Herstellerangaben ist der HT1000 wegen seines verbesserten Schutzes gegen Staub und Rauch auch für Gaststätten und Bars geeignet. Der Aktionsradius des Projektors ist natürlich nicht auf die Darstellung von Videomaterial beschränkt. Die XGA-Auflösung qualifi- ziert ihn für den Einsatz mit hochwertigen computergestützten Präsentationen. Bei unseren Tests stellte sich der Projektor jedoch erst nach Betätigen der Auto-Adjust- Funktion optimal auf das angebotene Signal ein und zeigte dann aber ein ruhiges, scharfes Bild. Der bei DLPProjektoren oft störende Regenbogeneffekt blieb nahezu unsichtbar. Auf dem Messplatz bewies unser Testkandidat, dass er sich auch bezüglich seiner Lichtleistung nicht zu verstekken braucht. Die von NEC angegebenen 1000 Lumen wurden von ihm deutlich überschritten. Wir maßen entsprechend ANSI einen Nutzlichtstrom von 1127 Lumen, was mehr als 13% über dem Sollwert liegt. Auch die Ausleuchtung ist mit 80% nicht schlecht, insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass das Gerät einen sehr großen Off-Axis-Winkel hat und die Projektionsoptik daher auch in ihren problematischen Randbereichen optimal arbeiten muss. Praktischen Zusatznutzen bietet der PC-Card Slot (PCMCIA II). Er akzeptiert sowohl handelsübliche Speicherkarten als auch eine entsprechende Netzwerkkarte, über die der Projektor fernwartbar wird. Die Speicherkarte kann nicht nur eine oder mehrere Präsentationen als „Diashow“ aufnehmen, sondern ist auch als elektronisches Sicherheitsschloss konfigurierbar. In diesem Fall wird der Projektor ohne die Karte seinen Dienst verweigern und kann folglich nicht von Unbefugten eingesetzt werden. Nichts für Puristen, die kompromisslos die beste Bildqualität fordern, ist die Funktion „3D Reform“. Aber in der Praxis kann es durchaus notwendig oder sogar sinnvoll sein, den Projektor nicht im 90o-Winkel auf die Bildwand projizieren zu lassen. Während die meisten heutigen Projektoren in der Lage sind, die Verzerrungen, die bei einem vertikal geneigten Projektor entstehen, elektronisch zumindest soweit zu korrigieren, dass das Bild wieder vier rechtwinklige Ecken hat, so ist der HT1000 sogar in der Lage, zusätzlich auch horizontale Neigungen auszugleichen. Die korrigierte Projektion ist von sehr guter Qualität.
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